Anlässlich der Klima Biennale und des Wiener Klimagipfels
EUBUCCO / Nikola Milojevic-Dupont (MCC) und Julian Palacz
Forschungsergebnissen zufolge übersteigt die Masse des menschengemachten Materials inzwischen die Biomasse aller Lebewesen auf der Erde. Dabei entfällt die Hälfte des weltweiten Ressourcenverbrauchs auf das Bauwesen und die Instandhaltung von Gebäuden. Ausgehend von der scheinbar einfachen Frage, über welchen Materialbestand wir in Europa überhaupt sprechen, zielt das Forschungsprojekt „Mapping Building Stocks across Europe“ darauf ab, detaillierte, hochauflösende Karten des Gebäudebestands in ganz Europa zu erstellen, aus denen sich möglicherweise unerwartete räumliche Muster erschließen. Im Zuge dieser immensen Aufgabe sammelte das Forschungsteam Daten von mehr als 200 Millionen Bauwerken in 30 Ländern. Schließlich gelang es, diversen Studien zur Nachhaltigkeit, wie etwa Energiesystemanalysen und Risikobewertungen von Elementargefahren, die umfassende Datenbank (EUBUCCO v0.1) zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus können die offen zugänglichen Daten zum Gebäudebestand gezieltes Forschen zu den effektivsten politischen Handlungsoptionen ermöglichen.